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Reiseziel Tunesien

In nur zwei Stunden können deutsche Urlauber mit dem Flugzeug das Reiseziel Tunesien erreichen. Dort angekommen wird man dann mit kilometerlangen weißen Sandstränden, Jahrtausende alter Kultur sowie über 300 Sonnentagen im Jahr belohnt.

Für die ersten Reisenden im 19. Jahrhundert war der Weg ungleich beschwerlicher. Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785 bis 1871) etwa, einer der beliebtesten Reiseschriftsteller seiner Zeit, musste sich zunächst in Genua einschiffen. In arabischer Tracht ließ er sich dann hoch zu Ross mit Geleitschutz des Bey von der Schönheit des Königreichs und der Gastfreundschaft der Beduinen faszinieren.

Was mag einen Adligen wie ihn veranlasst haben, den Herrensitz Muskau in der Lausitz gegen ein Beduinenzelt einzutauschen? Entdeckerlust, Abenteurertum, Europamüdigkeit und romantischer Orientalismus ließen ihn wie andere Nordafrikareisende jener Zeit Strapazen und Mühen auf sich nehmen.

In seinem "Semilasso" schwärmt der preußische Fürst von Dougga, einem der sehenswertesten römischen Monumente Tunesiens. Von der 65 Hektar großen antiken Stadt mit Tempeln, Säulen und Zisternen, Gemeinschaftslatrinen, Freudenhäusern, römischem Bad und Mosaiken ist bisher nur etwa ein Drittel ausgegraben. Auch von dem hier zu waldreicher Hügellandschaft gewandelten Flachland, das sich bei Zaghouan auf 1295 Meter hoch schwingt, zeigt er sich beeindruckt: "Die Gegend ward immer großartiger, je weiter wir kamen."

Auch weitere Stationen seiner Reise gehören heute noch zu den Sehenswürdigkeiten Tunesiens wie El-Djem, die ehemalige römische Stadt Thysdrus, deren gigantisches Amphitheater 40.000 Menschen fasste (Kolosseum in Rom 50.000), oder die Stadt Kairouan, von der aus die Araber Spanien eroberten, und die mit ihrer großen Moschee aus dem Jahr 670 nach Mekka, Medina und Jerusalem das viert bedeutendste Heiligtum der Muslime ist.

Tunesien heute - ein Weltkulturerbe
Freilich kann man Tunesien heute nicht mehr mit den Augen eines Pückler sehen. Das Land hat sich entwickelt. So gab es bei seinem Besuch in Tunis 1835 die fast zwei Kilometer lange Prachtstraße Habib Bourguiba noch nicht.

Die Beweggründe, das kleinste Land des Maghreb zu bereisen, sind heute oftmals die gleichen. Es zeigt sich westlich und orientalisch zugleich. Fünfmal am Tag ruft der Muezzin zum Gebet, während Jugendliche auf den öffentlichen Plätzen zu westlicher Musik rappen. Die roten Filzkappen, Scheschia genannt, und die knöchellangen weißen Umhänge vermischen sich im Straßenbild mit blauen Jeans. Geblieben sind die faszinierenden Gegensätze landschaftlicher Schönheit, der Reichtum des historischen Erbes, heute Weltkulturerbestätten, und die sprichwörtliche Gastfreundschaft.

Billig-Reisen24.net - Tipp:
Optimale Reisezeit: Für einen Badeurlaub eignen sich die Monate Juli bis September am besten. Die Übergangszone zur Wüste und das Wüstengebiet selbst sind ganzjährig heiß und trocken. Somit sind besonders die Wintermonate und der Vorfrühling für Kameltrekking oder Wüstentouren geeignet.

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Fakten und Wissenswertes zum Reiseziel Tunesien:

Flugverbindungen:
Linienflüge der Tunisair gehen täglich von verschiedenen deutschen Flughäfen wie Frankfurt/Main, Düsseldorf, München, Hamburg und Berlin. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Charterflüge wie Air Berlin, LTU und Hapag-Lloyd von weiteren Abflughäfen.

Währung:
Landeswährung ist der Tunesische Dinar (z. Zeit ca. 0,75 Euro). Ein Dinar hat 1000 Millimes. Es gibt Banknoten zu 5, 10, 20 und 30 Dinar und Münzen zu 1, 2, 5, 10, 20, 50, 100 und 500 Millimes. Golf:
Mit seinem ganzjährig idealen Klima ist Tunesien heute eine der belibtesten Destinationen für Golfer. Jeder dritte der mehr als 260.000 Golfer, die pro Jahr in Tunesien abschlagen, kommt aus Deutschland.

Feiertage:
Tunesien ist das einzige arabisch-islamische Land, in dem nicht der Freitag, sondern der Sonntag Feiertag ist. Die islamischen Feiertage richten sich nach dem Mondkalender und sind daher "beweglich".

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